Kükenaufzucht: Glucke vs. künstliche Brut

VOR- UND NACHTEILE DER BRUTMETHODE

THP 2 18 final Page18 Image2Mit einer Glucke

Mit einer Glucke hat der Federviehhalter kaum Arbeit. Sie wendet die Eier selbstständig und schmeißt faule oder unbefruchtete Eier eigenständig aus dem Nest. Nach dem Schlupf zeigt sie den Küken das Futter, bringt ihnen bei, wie sie picken und trinken, wärmt sie, wenn es den Kleinen kalt wird, und beschützt sie, wenn die anderen Hühner diese hacken wollen (Hackordnung).

Künstliche Brut

Bei der künstlichen Brut ist es etwas komplizierter. Schon bei der Eiauswahl muss einiges beachtet werden, um ein möglichst hohes Schlupfergebnis zu erzielen. Zum einen müssen die Eier sauber sein, also nicht mit dem Kot der Hennen beschmutzt, zum anderen sind Eier mit verformter oder defekter Schale auch nicht zum Brüten geeignet.
Die größte Bruttauglichkeit der Eier wird erzielt, wenn diese nicht mehr als fünf Tage alt sind. Ebenso sollte das Verhältnis zehn Hühner auf einen Hahn stimmen. Bei 8 bis max. 15°C sollten die Eier bis zur Einlegung in einen Brutkasten gelagert werden. Brutautomaten gibt es bereits ab ca. 50€ zu kaufen.
Durch eine tägliche Wendung der Eier wird verhindert, dass die Keimscheibe auf dem Dotter verklebt.
Hühner haben eine Brutdauer von 21 Tagen (Zwerghühner 19 Tage).
Die Temperatur im Brutautomat muss 38,5–39°C betragen.

THP 2 18 final Page19 Image3Die Eier sollte man die ersten zwei Tage ohne wenden liegen lassen, dann jeden Tag drei Mal wenden und ca. zehn Minuten auskühlen lassen. Die Luftblase der Eier sollte am 7. und am 14. Tag kontrolliert werden. Das Durchleuchten der Eier nennt man schieren; so sieht man dann, ob das Ei befruchtet ist.
Befruchtete Eier zeigen einen dunklen Fleck, von dem Blutgefäße ausgehen. Ein besonderes Augenmerk sollte bei der künstlichen Brut auf die Luftfeuchtigkeit gelegt werden. In der Regel sollte diese ab dem 10. Bruttag bei 45% und ab dem 18. Tag bei 55% liegen. Abweichungen kommen je nach Hersteller der Brutautomaten vor.
Nach dem Schlupf bleiben die Küken zunächst für 24 Stunden im warmen Brutkasten. Der vor dem Schlupf eingezogene Dottersack durch die Nabelöffnung reicht bis dahin als Nahrung für die Küken aus.

THP 2 18 final Page19 Image1Danach dürfen die Küken dann in ihren Stall, der vor Zugluft geschützt sein sollte. Auch eine Wärmelampe darf auf keinen Fall fehlen. Als Futter eignen sich Haferflocken, klein gehackte, gekochte Eier, eingeweichtes Brot oder fertige Kükenstarter.
Feine Kräuter wie Brennnessel oder Löwenzahn, natürlich ebenfalls zerkleinert, werden auch gerne genommen. Sauberes, keimfreies Trinkwasser und Vogelsand sind für die Verdauung notwendig.
Wird das alles beachtet, steht der Aufzucht gesunder Hühner nichts mehr im Weg.

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