Tier-Talk: Phoebes Welt

Hallo aus dem tiefsten Bayerischen Wald! Mein Name ist Phoebe, ich bin fast 8 Jahre alt und wohne mit meinen beiden Herrchen Uwe und Oliver in Bodenmais, wo ich gemeinsam mit meiner Hundeschwester Layla mein Futter als staatlich anerkannte Hotelhündin verdiene. Es gibt da seit einiger Zeit dieses Wort, über das ihr täglich redet. Im Radio, im Fernsehen, beim Gassigehen – ihr scheint nur noch ein Thema zu haben: Conora ... nein, heißt es nicht Colonia ... oder war es Colera? Es ist ja auch ganz egal, wie es heißt, in jedem Fall seid ihr Menschen im Moment anders als gewöhnlich, und das gefällt mir überhaupt nicht! Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe ein riesiges Problem mit Veränderungen jeder Art. An eure Maulkörbe habe ich mich mit der Zeit gewöhnen können, auch wenn ich nun gar nicht mehr richtig einschätzen kann, ob ihr freundlich lä- chelt oder den Mund grimmig verzieht. Viel schwieriger ist es für mich, dass ich meiner Arbeit als Hotelhündin schon seit vielen Monaten nicht mehr nachgehen darf, weil unser Hotel geschlossen ist ... wegen diesem Conora, oder wie auch immer. Die vielen Gäste und ihre Streicheleinheiten fehlen mir sehr, auch die regelmäßigen Gästewanderungen, die ich anführen darf, vermisse ich fürchterlich. Meine Herrchen gehen mit Layla und mir zwar auch jeden Tag in den Wald, aber mit einer Gruppe ist es irgendwie etwas anderes. Da die beiden im Moment sehr viel Zeit haben, sind wir häufig an der frischen Luft. Eigentlich gefallen mir die vielen Spaziergänge schon, doch an einigen Tagen grenzt es dann doch an Leistungssport, was wir da an Kilometern zusammenbringen. Wenn wir wieder zu Hause sind und es eigentlich Zeit für den wohlverdienten Erholungsschlaf wäre, müssen Layla und ich erneut herhalten: Wir werden gedrückt, gekrault, gestreichelt, gekuschelt ... von morgens bis abends geht das so – und all das nur, weil unsere beiden Menschen so viel Langeweile haben und nicht arbeiten dürfen. Aber ich will mich nicht beschweren, denn eigentlich genieße ich es sehr, dass meine Herrchen zurzeit immer um uns herumscharwenzeln und einen Grund haben, so häufig mit uns vor die Tür zu gehen. Es soll ja Menschen geben, die sich extra einen Hund zugelegt haben, damit sie in dieser Krise jemanden haben, mit dem sie spazieren gehen können ... ja, aber schaffen diese Leute das denn nicht auch ganz alleine? Ich hoffe von Herzen, dass keiner dieser Hunde nach der Conora-Zeit im Tierheim landet, denn das hat wirklich niemand von uns verdient. Bevor ich zu meinen beiden Herrchen gekommen bin, war ich lange Zeit in einem dieser Heime und weiß genau, wovon ich spreche. In jedem Fall wünsche ich mir für uns alle, dass bald so etwas wie Normalität in die Menschenwelt einkehrt und das Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft. Mein Herrchen Uwe braucht ganz dringend wieder seine Arbeit im Hotel, denn vor lauter Langeweile hat er sich in den letzten Wochen doch tatsächlich an den Computer gesetzt und ein neues Buch geschrieben. Dabei hat er Layla und mich verdächtig oft mit diesem ganz speziellen Blick angeschaut, also könnt ihr euch wohl denken, wessen Streiche er verewigt hat :-)
Wuffige Grüße aus Bodenmais, bitte bleibt gesund!
Eure Phoebe

Autor Uwe Krauser: Der Hotelier (vermietet die hundefreundlichen Montara Suites in Bodenmais) wurde durch seine Hundedamen zu den Romanen „Phoebe – Eine Straßenhündin checkt ein“ und „Layla – Heldin auf vier Pfoten“ inspiriert (beide Kampenwand Verlag). Laylas Geschichte wurde bei der Wahl zum Roman des Jahres 2020 auf Lovelybooks mit der Silbermedaille ausgezeichnet. www.montarasuites.de

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