Ayurveda für Tiere - Ganzheitliche und individuelle Therapie

©с jchizhe – Adobe, B. Münch – AdobeAyurveda, das ethnoveterinäre Medizinsystem Indiens, kann als Lehre für ein gesundes, glückliches und langes Leben in Harmonie des inneren Gleichgewichts zusammengefasst werden. Das Wissen um Gesundheit dieser rund 2.000 Jahre alten (hier sind die ersten schriftlichen Überlieferungen datiert) Lebens- und Heilkunde gilt sowohl für den Menschen als auch für das Tier, denn die Elementelehre, der Grundbaustein des Ayurveda, gilt für alle Wesen gleichermaßen.

Um Ayurveda zu verstehen, sollten Sie diese Grundzüge kennen:

  • Ayurveda ist die älteste „Lebenswissenschaft” mit ungebrochener Tradition und eine Erfahrungsheilkunde mit Jahrtausende altem Wissensschatz, auf den wir heute auch für Tiere zurückgreifen dürfen.
  • Ayurveda betrifft jedes Lebewesen und basiert auf ganzheitlichem Denken. Körper, Geist und Seele werden als Einheit betrachtet und sind untrennbar miteinander verknüpft.
  • Das Leben ist ein sensibles und komplexes Phänomen, das kontinuierlich von äußeren sowie inneren Faktoren (Eigenschaften) beeinflusst wird. Diese sind oft kaum wahrnehmbar, dennoch förderlich oder störend für das Leben und Wohlbefinden des Lebewesens.
  • Ayurveda vertritt den Grundsatz der Individualität sowohl in Fütterung- und Haltungsfragen als auch in der Anwendung, indem eine Konstitutionserfassung einer jeden Beratung und Anwendung vorausgeht. Fütterung, Haltung und alle Anwendungsmaßnahmen werden individuell auf das Tier angepasst.

Ayurveda ist natürlich, sanft, integrativ, individuell und eignet sich hervorragend zur Prävention und Ursachenvermeidung, denn die Lehre des Lebens zeigt uns, wie Tiere ihrer Konstitution entsprechend gesund leben und Gesundheit wiederhergestellt werden kann. Hierbei werden die Fütterung, eine Vielzahl an hiesigen und indischen Heilpflanzen, Massagen, Darmeinläufe und Haltungsanpassungen als ganzheitliche Therapie eingesetzt. Nicht jeder Patient benötigt alle Maßnahmen, aber es wird stets auf eine in sich vollständige Therapie geachtet, um langfristig das innere Gleichgewicht zu erhalten und das Tier zu unterstützen.
Durch das Wissen um die Konstitution des Tieres können Ernährungs- und Gesundheitsempfehlungen individuell abgestimmt werden. Denn nicht für jedes Tier sind Getreide, rohes Fleisch oder die Karotte gleich gesund; ob und wie das Futter auf das Tier wirkt und seiner Gesundheit zuträglich ist, ist von seiner Konstitution abhängig. Natürlich arbeitet Ayurveda auch mit der Diätetik als Aspekt, so sind allen Futtermitteln spezifische Eigenschaften und Wirkungen zugeschrieben, die wir auch therapeutisch nutzen können. Bestimmte Futtermittel können das Immunsystem stärken, Muskulatur aufbauen oder „reinigend“ sein. Die Konstitution des Tieres spielt aber auch eine Rolle in der Wahl der richtigen Futterergänzungen, Kräuter und anderer Mittel. Massagen lassen sich wunderbar auf die Konstitution und das Leiden anpassen. Ayurveda arbeitet hier mit hochwertigen Ölen, die in einem langwierigen Prozess mit Kräutern und Heilpflanzen verkocht werden. Diese können gezielt ausgewählt werden und haben ganz bestimmte Wirkungen auf die unterschiedlichen Gewebe, den Stoffwechsel und die Konstitution des Tieres. Ayurvedische Massagen gehen weit über eine einfache Massage mit Muskellockerung hinaus. Nicht nur werden dadurch Energiebahnen geöffnet und in Fluss gebracht, auch die Öle entfalten ihr Können. Bewährt haben sich dabei Pindas (Kräuterstempel) und Ölbäder (Piccus).
Ayurveda braucht seine Zeit und ist ein lebensveränderndes System. Sein individueller Ansatz erfordert eine umfassende Anamnese mit Konstitutionsbestimmung des Tieres. Hier werden nicht nur die äußere Erscheinung des Tieres, seine Schleimhäute, Ausscheidungen, Empfindlichkeiten und Neigungen betrachtet, sondern auch seine Psyche analysiert. Im Ayurveda sind Körper und Psyche, so wie in vielen anderen Naturheilkunden auch, untrennbar voneinander.
Ayurveda kann als präventives sowie therapeutisches Gesundheitsystem bei Tieren angewendet werden und zeigt gerade bei chronischen Erkrankungen durch seine Ganzheitlichkeit und Individualität hervorragende Resultate.
Zum Beispiel bei chronischen Verdauungsstörungen kann Ayurveda durch seine individuelle Diätetik und ganzheitlichen Reinigungsverfahren gute Wirkungen zeigen.

Tina W. erzählt folgend von ihren Erfahrungen mit Ayurveda bei ihrem Hund Sammy, der an chronischen Verdauungsstörungen leidet:
„Ich war hilflos und ratlos. Mein Sammy (spanischer Straßenhund) leidet seit Jahren an chronischem Durchfall mit blutigem Kot, Inkontinenz und Blähungen. Wir haben alles ausprobiert. Nachdem etliche Tierarztbesuche keine Diagnose ergaben, versuchten wir es mit einer BARF-Ernährungsberatung, Entgiftungskur und später mit einer Mikrobiom-Kur. Alles hatte nur kurzzeitigen Erfolg. Sammy wurde mit jedem Monat noch sensibler, empfindlicher und hat sowohl körperlich als auch nervlich deutlich abgebaut, dies machte die Therapie immer schwieriger. Es gab keine organische Ursache für seine Verdauungsstörungen. Mir war bewusst, dass die Verdauungsstörungen psychisch ausgelöst wurden und allergischer Natur waren, dies wurde sowohl vom Tierarzt als auch von der Tierheilpraktikerin bestätigt, nur sprach Sammy leider nicht wie erwünscht auf die Therapie an. Mit Sicherheit waren meine zahlreichen Parallelversuche hierfür mitverantwortlich. Dies verdeutlichte mir Theresa Rosenberg im Erstgespräch. Ich begann viel zu schnell mit einer neuen Methode, gab die Hoffnung bereits nach wenigen Wochen auf und probierte Neues. Frau Rosenberg überzeugte mich, Geduld zu haben und einer Therapieform zu vertrauen, egal für welche ich mich entscheide. Ich glaube, genau diese Konsequenz brauchten ich und Sammy, damit endlich Ruhe ins System kommen konnte. Ich wählte Ayurveda und vereinbarte voller Hoffnung einen weiteren Termin bei Frau Rosenberg. Ich war erstaunt, wie lange eine solche Erstkonsultation andauerte und wie genau sich die Therapeutin meinen Hund, seine Konstitution und Pathophysiologie sowie die Stapel an Labor- und Diagnoseberichten vom Tierarzt angesehen hat. Ihr Therapieplan überraschte mich, mit nur Kräuter geben und einer Futterumstellung war es nicht getan. Wir erarbeiteten einen stufenweisen Therapieplan, der eine leicht verdauliche Mahlzeit aus Ziegenfleisch, Mangold und Kartoffeln, die ich mit einigen Gewürzen selbst koche, beinhaltet. Zudem kamen ein paar Futterergänzungen, die ich mittags mit Ziegenjoghurt mit vierfacher Menge Wasser verquirlt meinem Sammy gebe. Nachmittags bekommt Sammy frische Papaya mit Kurkuma. Hinzu kam eine Intensivkur für meinen Hund mit 5 Einläufen und Bauchmassagen. Ich brachte Sammy in einer akuten Durchfallsituation, die sich seit Wochen nicht besserte – nach den Einläufen ging es ihm bereits viel besser und ich schöpfte Hoffnung. Langsam steigerten wir die Ausgewogenheit und Abwechslung der Futtermahlzeiten. Seit 2 Monaten hat Sammy nun eine regelmäßige Verdauung ohne Auffälligkeiten, blüht auf und seine alte Lebensfreude ist zurückgekehrt. Er ist weniger ängstlich und ruht in sich. Es ist so wunderschön, ihn wieder schmerzfrei und glücklich zu erleben.“

THERESA ROSENBERGTHERESA ROSENBERG
HEILPRAKTIKERIN
HUNDE-/KATZENERNÄHRUNGSBERATERIN
PFERDEWIRTSCHAFTLERIN

TÄTIGKEITSSCHWERPUNKTE
Ayurveda, Ernährungsberatung, Autorin

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Fotos: ©с jchizhe – Adobe, B. Münch – Adobe, Königsfurt-Urania Verlag

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