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Zusammengestellt von THP Monika Heike Schmalstieg

THP 1 18 300 Page52 Image1RHD2 IN DEUTSCHLAND AKTIV
IMPFSCHUTZ FÜR KANINCHEN

Bei Kaninchen gibt es im Gegensatz zu anderen Tierarten noch richtige Seuchen, die Tausende Kaninchen innerhalb weniger Tage töten können. Ein Beispiel dafür ist die RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) oder auch Chinaseuche, die bei nahezu 100 % der ungeimpften Tiere zum Tod führt. Als weiteres Beispiel ist die Myxomatose zu nennen, die insbesondere bei Wildkaninchen verbreitet ist und zu Seuchenausbrüchen führt. Doch gegen diese Seuchen gibt es Impfungen:
RHD1 UND RHD2: Das RHD1-Virus ist ein Calicivirus, das bei Kaninchen zur Chinaseuche führt. RHD2 ist eine mutierte Form des RHD1-Virus und in Deutschland momentan sehr aktiv. Infizierte Tiere sterben sehr plötzlich. Betroffen sind fast ausschließlich ungeimpfte Tiere. Die Impfung schützt zuverlässig, daher wird angeraten, Hauskaninchen unbedingt impfen zu lassen.
MYXOMATOSE: Besonders in Gebieten mit hohem Wildkaninchenaufkommen sehr verbreitet. Die Myxomatose tritt wellenartig alle paar Jahre auf. Es gibt akute und milde Verlaufsformen. Die Impfung schützt zu 70 – 90 % vor einem Krankheitsausbruch. Neben diesen beiden seuchenartig verlaufenden Erkrankungen, die durch Impfungen stark eingedämmt werden können, treten bei Kaninchen noch Krankheitsformen auf, für die es bedingte Impfungen gibt:
KANINCHENSCHNUPFEN: Dabei handelt es sich um eine Faktorenkrankheit, die durch andere (chronische) Erkrankungen, geschwächtes Immunsystem oder schlechte Fütterungs-/Haltungsbedingungen bedingt ist. Die zur Verfügung stehende Impfung wirkt nur gegen die Erreger Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica. Gegen andere an der Krankheit beteiligten Erreger kann die Impfung keinen Schutz bieten. Entsprechend schützt die Impfung nicht das Einzeltier, sondern dient dem Bestandsschutz, sodass diese Impfung Züchtern oder Besitzern mit großen Beständen empfohlen wird.
DARMLÄHME/ENTEROCOLITIS: Haltungs- und fütterungsbedingte Erkrankung (Trockenfutter-Fütterung mit wenig Struktur, energiereiche Ernährung, Bewegungsmangel durch Buchtenhaltung). Die Impfung wirkt nur gegen Clostridium perfringens Typ A. Gegen andere, an der Erkrankung beteiligten Erreger besteht kein Schutz. Entsprechend kann diese Impfung nur zum Teil für Mast- und Zuchtbetriebe empfohlen werden, für artgerecht gehaltene Hauskaninchen nicht.
Bei Nachzuchten und Zufallswürfen zuhause können Impfungen ab der 10. Lebenswoche durchgeführt werden. Lassen Sie sich dazu bitte von Ihrem Fachtierarzt beraten und einen Impfplan aufstellen. Sie erhalten einen Impfpass, in den alle Impfungen eingetragen werden. Quelle: www.kaninchenwiese.de


ALTERNATIVE ZUM VERGRABEN
KREMATORIUM FÜR PFERDE

Das erste Pferdekrematorium Deutschlands befindet sich in Schwäbisch Hall. Durch eine Gesetzesänderung vom Februar 2017 wurde die Möglichkeit der Einäscherung auch für Pferde geschaffen. Bis dahin musste jedes tote Pferd in die Tierkörperbeseitigung überführt werden und wurde dort zu Knochenmehl oder Seife verarbeitet.
Pferdebesitzer, die das für ihr Pferd nicht wollen und es sich leisten können, haben nun die Möglichkeit der Kremierung auch in Deutschland, die es bislang nur im Ausland (u.a. in den Niederlanden) gab. Die Kosten für die Einäscherung eines Pferdes belaufen sich auf 2.500 – 4.000 Euro. Nach der Einäscherung, die bis zu acht Stunden dauert, darf die Asche mit nach Hause genommen werden. Bei Menschen ist dies nicht erlaubt. Für den Tod des Menschen gibt es andere Vorschriften, aber der Weg für einen würdevollen Abschied vom Pferd ist nun geebnet.


THP 1 18 300 Page53 Image1VORSICHT!
FAKES AUF DEM VORMARSCH

Achtung: Uns wurden zahlreiche Testanrufe in der Praxis gemeldet, die den Tierheilpraktiker dazu verleiten sollten, am Telefon ein Heilversprechen zu äußern. Halten Sie sich bitte generell am Telefon mit Diagnosen oder Bewertungen zurück und verlangen Sie unbedingt immer Telefonnummer, E-Mail und Adresse des Anrufers. Wichtig ist, immer darauf hinzuweisen, dass das Tier in der Praxis vorstellig werden muss. Lassen Sie sich auch niemals per E-Mail zu Heilversprechen oder Ferndiagnosen hinleiten. In der Praxis werden spontan vermeintlich schwerstkranke Tiere mit versteckter Kamera vorgestellt, um festzustellen, welche Behandlungsmethoden angewendet werden. Bei solch spontanen Praxisbesuchen lassen Sie sich zwingend die Papiere und Impfpässe der Tiere zeigen. Verweisen Sie bei Akutfällen an die nächste Tierklinik.


THP 1 18 300 Page53 Image2INFORMATIVES ONLINE-PORTAL FÜR REISENDE
ARTENSCHUTZ WIRD VOM ZOLL ÜBERWACHT

THP 1 18 300 Page53 Image3Wer von Auslandsreisen geschützte Pflanzen- oder Tierarten – ob tot oder lebendig – ungenehmigt einführt, macht sich strafbar. Eine Übersicht über die in den einzelnen Ländern besonders relevanten Tiere und Pflanzen finden Sie übersichtlich aufgelistet auf: www.Artenschutz-online.de
Quelle: ADAC-Magazin 2/18

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