Tierheilpraktiker/in werden an der Paracelsus Gesundheitsakademie Zürich
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Studienleiterin Frauke Albert ist engagierte Imkerin
deshalb eine individuelle Begleitung, die das Tier als Ganzes betrachtet, nicht nur einzelne Symptome. Auch Tierärzte und Tierheilpraktiker beobachten seit Jahren, dass Tiere zunehmend unter chronischen Beschwerden leiden. Allergien, Verdauungsprobleme, Hauterkrankungen, Stoffwechselstörungen und Futtermittelunverträglichkeiten begegnen Tierhaltern heute deutlich häufiger als vor einigen Jahrzehnten. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben genetischen Faktoren werden Ernährung, Umweltbelastungen, veränderte Lebensbedingungen und Stress als Einflussfaktoren diskutiert. Tiere leben schließlich in derselben Umwelt wie wir Menschen und reagieren auf manche Veränderungen besonders sensibel. Vor diesem Hintergrund gewinnt die ganzheitliche Tierheilkunde immer mehr an Bedeutung. Sie ergänzt die klassische Tiermedizin dort, wo eine umfassende Begleitung sinnvoll ist. Sie betrachtet nicht nur die Erkrankung, sondern das gesamte Tier. Wie lebt es? Wie wird es ernährt? Welche Belastungen wirken auf den Organismus? Welche Möglichkeiten hat der Körper, seine natürlichen Regulationskräfte zu nutzen? Dieses vernetzte Denken macht die Tierheilpraktik aus. Sie versteht sich als verantwortungsvolle Ergänzung zur tierärztlichenVersorgung und kann v. a. in der Prävention, während der Rekonvaleszenz und bei chronischen Erkrankungen einen wertvollen Beitrag leisten. Wer diesen Beruf ergreifen möchte, braucht weit mehr als Tierliebe. Ein guter Tierheilpraktiker arbeitet nicht nach einem starren Schema. Er lernt, genau hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und für jedes Tier individuell den passenden Weg zu finden. Dafür braucht es fundiertes Wissen, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, sich kontinuierlich fortzubilden und weiterzuentwickeln. Auf diese anspruchsvolle Aufgabe bereitet die THP-Ausbildung an der Paracelsus Schule Zürich vor. Mit 1.565 Lerneinheiten (à 60 Minuten) gehört sie zu den umfangreichsten berufsbegleitenden Ausbildungen in der Schweizer Tiernaturheilkunde. Dieser Ausbildungsumfang steht für Qualität, eine fundierte Qualifikation und das Ziel, angehende Tierheilpraktiker um-fassend auf ihre spätere Verantwortung vorzubereiten. Gleichzeitig erfüllt die Ausbildung eine wichtige Voraussetzung für Absolventen, die eine Mitgliedschaft in einem Schweizer Berufsverband anstreben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung umfassender schulmedizinischer Kenntnisse und dem breiten naturheilkundlichen Therapiespektrum. Die Studenten erwerben fundiertes Wissen in Anatomie, Physiologie und Pathologie von Klein- und Großtieren, und lernen, Krankheitsbilder sicher einzuordnen und gesundheitliche Zusammenhänge zu verstehen. Dieses schulmedizinische Fundament bildet die Grundlage für verantwortungsvolles therapeutisches Arbeiten.
Darauf baut ein vielseitiges naturheilkundliches Ausbildungskonzept auf. Vermittelt werdenu. a. Ernährungslehre, Phytotherapie, Homöopathie, manuelle Therapieverfahren, Verhaltenskunde, Tierpsychologie sowie weitere bewährte naturheilkundliche Behandlungsmethoden. Dadurch entwickeln die Studenten einen umfassenden Blick auf das Tier und seine individuellen Bedürfnisse. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Paracelsus ist die Verbindung aus fachlicher Tiefe, hoher Praxisorientierung und persönlicher Begleitung. Alle Dozenten verfügen über langjährige Berufserfahrung und geben ihr Wissen aus dem Praxisalltag direkt weiter. Praktische Übungen, Fallstudien und der intensive Austausch im Unterricht schaffen Sicherheit und fördern das therapeutische Denken. Einen besonderen Stellenwert nimmt der praktische Unterricht ein. Die Studenten sammeln wertvolle Erfahrungen direkt am Tier und absolvieren praktische Ausbildungseinheiten auf namhaften Lehrhöfen. Ergänzend profitieren sie von einem umfassenden E-Learning-Angebot. Sämtliche Unterrichte wurden professionell im Filmstudio aufgezeichnet und stehen den Lernenden während der gesamten Ausbildungszeit und darüber hinaus als Streaming-Angebot zum Wiederholen, Vertiefen und zur Prüfungsvorbereitung zur Verfügung. Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die ihre Begeisterung für Tiere mit einer qualifizierten Berufsausbildung verbinden möchten. Viele kommen bereits aus tiernahen Berufen, andere wagen einen beruflichen Neuanfang. Gemeinsam ist ihnen der Wunsch, Tiere kompetent, verantwortungsvoll und mit Herz zu betreuen. Die beruflichen Perspektiven entwickeln sich kontinuierlich weiter. Immer mehr Tierhalter suchen qualifizierte Ansprechpartner, die ihre Tiere individuell begleiten und ganzheitlich beraten. Dadurch eröffnen sich vielfältige Tätigkeitsfelder, sei es in der eigenen Praxis, in der Gesundheits- oder Ernährungsberatung sowie in der präventiven und begleitenden Betreuung von Tieren. Mit der zunehmenden Professionalisierung des Berufs gewinnen fundierte Ausbildungswege, hohe Qualitätsstandards und engagierte Berufsverbände weiter an Bedeutung. Sie schaffen Vertrauen und tragen dazu bei, das Berufsbild Tierheilpraktiker kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wer diesen Weg wählt, entscheidet sich für eine Aufgabe mit Sinn, lebenslanges Lernen und die Verantwortung, Tiere auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Freude und Lebensqualität zu begleiten. Tiere schenken uns ihr Vertrauen jeden Tag, bedingungslos, ohne Worte. Sie können nicht sagen, wo es schmerzt oder was ihnen fehlt. Umso wichtiger sind Menschen, die lernen, genau hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln.



Im Unterricht sind Tiere herzlich willkommen – hier chillen die Hunde von Dozentin Gaby Naß