Magnetfeldtherapie: Vielfältige Behandlungsmöglichkeiten

Behandlungs- und zusätzliche Verdienstmöglichkeiten für den Tierheilpraktiker

HISTORISCHE EINORDNUNG DER MAGNETFELDTHERAPIE

Die Erkenntnisse der heute angewendeten niederenergetischen, pulsierenden Magnetfeldtherapie (PMFT), die in den 1960er-Jahren entwickelt wurde, geht auf Namen wie Volta, Curie und den amerikanischen Nobelpreisträger Pauling zurück. Mit Dauermagneten, die im alten China sowie bei den Griechen und Römern zur Heilung von Krankheiten genutzt wurden, hat die moderne Magnetfeldtherapie allerdings wenig zu tun. Zum Ende des Mittelalters finden sich zwar Hinweise auf eine Art Magnettherapie, möglicherweise erstmals bei Paracelsus, aber vom Wissen um den Magnetismus war die Menschheit weit entfernt. Heute hingegen werden elektromagnetische Felder in der Therapie vielfach eingesetzt, so u. a. in der Humanmedizin bei der Behandlung von Knochenbrüchen.

MAGNETFELDTHERAPIE ALS ALTERNATIVE

Die pulsierende Magnetfeldtherapie wurde als Behandlungsform im Sinne der Homöopathie in den letzten Jahren ständig weiterentwickelt. Schwingungsfrequenzen gesunder Zellen werden verstärkt, elektrisch erzeugte Impulse durchdringen geschwächte, sogar kranke Zellen. Dabei ist der Begriff „Magnetfeldtherapie“ eigentlich nicht korrekt, denn das Magnetfeld wird nur als Träger für Impulse genutzt, die in bestimmten Frequenzen und in bestimmten niederenergetischen Feldstärken auf die Zellschwingung einwirken, gestörte Zellfunktionen biologisch normalisieren und stärken können. Insbesondere in Verbindung mit naturheilkundlichen Behandlungen werden dabei Ergebnisse erzielt, die Placebo-Effekte im Bereich der Tiermedizin ausschließen, und zwar nicht bedingt durch das Magnetfeld, das ja auf der Erde sowieso vorhanden ist und auf jeden Organismus Einfluss nimmt, sondern durch zusätzliche niederenergetische Impulse.
Während die ersten Geräte zur Nutzung eines pulsierenden, magnetischen Feldes aufgrund ihrer Größe extrem unhandlich waren, sind heute Systeme auf dem Markt, die durch das simple Auflegen einer Decke in Verbindung mit dem erzeugten Magnetfeld und dem abgegebenen Impuls durch ein Steuergerät ihre Wirkung zeigen. Und das nicht nur bei Knochenbrüchen, sondern – wie zahlreiche Beispiele aus dem Bereich der Veterinärmedizin zeigen – bei vielfältigen Indikationen. Diagnosen, die ursächlich auf Stoffwechselstö- rungen schließen lassen, können über Magnetfelddecken, Halsteile, Gamaschen oder Intensivstab zur punktuellen Behandlung therapiert werden.
Tiere reagieren auf eine Magnetfeldtherapie mit Durchblutungssteigerung selbst in kleinsten Gefäßen – nachweisbar mittels Thermografie. Die Verbesserung der Sauerstoffzufuhr in die Zellen führt durch die wiederhergestellte optimale Nährstoffversorgung zur Steigerung der Stoffwechselaktivität. Ein gestärkter Stoffwechsel und die Reaktivierung der Selbstheilungskräfte des Organismus fördern eine beschleunigte Regeneration von Knorpel und Knochen, sofern dies erforderlich ist. Denn schließlich sind Blutfluss und ein gesunder Gesamtstoffwechsel die Basis für einen gesunden, leistungsfähigen Organismus.
Wie bei vielen anderen Naturheilverfahren kann es jedoch auch bei der pulsierenden Magnetfeldtherapie zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen. Keinesfalls sollten dann die auftretenden Symptome medikamentös unterdrückt werden. Vielmehr sollten Therapeut und Tierbesitzer auf die Wirkung der Impulse vertrauen und mit der Behandlung fortfahren. Tierheilpraktikern ist es gestattet, diese Behandlungen durchzuführen, sie können sogar, während ein bestimmtes PMFT-Programm abläuft, weitere physikalische Diagnostik betreiben oder parallel z.B. bei einem Pferd Atemwegserkrankungen mittels Inhalationsmaske kurieren.

VERDIENSTMÖGLICHKEITEN

Sowohl das Gebührenverzeichnis für Tierheilpraktiker als auch die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) listen die Magnetfeldtherapie als abrechenbare Position auf. Die Beträge unterscheiden sich und der Tierheilpraktiker und Therapeut hat die Wahl – nach vorheriger Absprache mit dem Patientenbesitzer – sowohl nach dem Gebührenverzeichnis für Tierheilpraktiker als auch der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) abzurechnen. Wird zusätzlich der Beschaffungsaufwand anteilig in Ansatz gebracht und/oder weitere parallel durchgeführte Behandlungen abgerechnet, amortisiert sich eine Investition in ein wartungsarmes oder -freies Magnetfeldtherapie-Set in einem überschaubaren Zeitraum auch ohne Berücksichtigung von Wegegeld oder sonstigen Zuschlägen. Wird das Therapie-Set dem Tierbesitzer zur eigenen Anwendung überlassen, kann zusätzlich eine Miete abgerechnet werden.

AUSWAHL EINES MAGNETFELDTHERAPIE-SETS

Bei der Auswahl eines Magnetfeldtherapie-Sets sollte auf ein breites Einsatzgebiet geachtet werden. Das Gewicht der Magnetfelddecke ist für viele THP sicher ein Entscheidungskriterium. Insbesondere dann, wenn Pferde behandelt werden müssen.
Ein mit handelsüblichen Batterien oder Akkus betriebenes Steuergerät, das den Strom zur Erzeugung des Magnetfeldes bereitstellt, wird autark vom Stromnetz genutzt und muss für die Wartung nicht erst zu Servicestellen eingeschickt werden.
Das erzeugte Magnetfeld sollte mit Feldstärken arbeiten, die von der WHO empfohlen werden und nicht die Stärke des Erdmagnetfeldes überschreiten. Bei höheren Feldstärken könnten Effekte eintreten, die heute noch nicht erforscht sind und möglicherweise negative Auswirkungen haben. Frequenzen, die vom Steuergerät erzeugt werden, sollten für den Tierkörper ausgetestet sein und sich für verschiedene Anwendungsbereiche einsetzen lassen. Eine einfache Auswahl verschiedener Programme ist für ein breites Behandlungsspektrum sicher von Vorteil.

FAZIT

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die pulsierende Magnetfeldtherapie eine Ergänzung zu anderen therapeutischen Anwendungen darstellt, insbesondere zur Intensivierung und Nachhaltigkeit im Bereich der Homöopathie.

MANFRED BOLZ
GESCHÄFTSFÜHRER EQUIMAG GMBH
DIPL.-INFORMATIONSWIRT (FH)

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