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Fallstudie - Schwermetallvergiftung bei einer Akita-Zuchthündin

Überschauliche Zusammensetzung nach Futtermittelkategorien, erstellt mit dem Rationsrechner „PetCalc®“.

Erstvorstellung

Akita-Zuchthündin Chika (5 Jahre, intakt) wurde mir im März 2025 vorgestellt. Chika erhielt bis zu diesem Zeitpunkt eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter. Da sie seit 9 Monaten an diversen Allergiesymptomen litt (Juckreiz, Dermatosen, Fellverlust, Inappetenz) und die Ursache im Futter vermutet wurde, stellte ihre Besitzerin sie bereits Schritt für Schritt auf eine Ausschlussdiät um: Der Erfolg blieb leider aus und Chika entwickelte zunehmend Haut- und Fellprobleme, die sich immer weiter verschlimmerten. Ihre Besitzerin machte sich Sorgen und bat mich um Hilfe.

Anamnese

Chikas Haut- und Fellproblematik begann im Mai 2024 mit Fellverlust. Dazu kamen einige Zeit später Schwarzfärbungen der Haut und auffällig unangenehmer Körpergeruch. Das Fell wurde heller und stumpf, die Unterwolle wuchs unregelmäßig. Im September 2024 

Hündin Chika nach erfolgreicher Therapie: ihr Fell ist wieder dicht, kräftig, glänzend und sie hat gesunden Appetit. 

verschlechterte sich der Zustand: Chika wies wunde Stellen in den Flanken auf und verlor ihr gesamtes Fell im Bauchbereich. Auffällig waren schwarze Klümpchen am Haaransatz, die parallel zum Fellverlust auftraten. Die zuvor durchgeführten tierärztlichen Untersuchungen (Mikroskopie, Hautabstrich/Geschabsel) zeigten keine signifikanten Auffälligkeiten. Das aktuelle Blutbild wies allergische Reaktionen auf Gräser, Milben, Schimmelpilze und Hausstaub auf. Eine Futtermittelunverträglichkeit wurde ebenso vermutet, weshalb auf ein tierärztlich empfohlenes Diätfutter umgestellt wurde. Zusammen mit einer durch die Besitzerin durchgeführten Darmbehandlung gab es einen kleinen Teilerfolg: Bauch und Hals sahen besser aus. Aber zufriedenstellend war der Zustand noch nicht. Als nächster Verdacht seitens Chikas Besitzerin stand Sebadenitis (entzündliche Hauterkrankung) im Raum. Jedoch brachte auch diese Behandlung (Bäder, Ölbehandlung, Hautpflege) nicht die gewünschte Besserung. Schließlich erzählte mir die Besitzerin, dass sie in einem ehemaligen Bergbaugebiet wohnen und sie mit ihrer Hündin immer dort spazieren gehe. Bei den ausgiebigen Runden trinke Chika regelmäßig aus dem einen oder anderen Regenteich. Das ließ mich aufhorchen.

verschlechterte sich der Zustand: Chika wies wunde Stellen in den Flanken auf und verlor ihr gesamtes Fell im Bauchbereich. Auffällig waren schwarze Klümpchen am Haaransatz, die parallel zum Fellverlust auftraten. Die zuvor durchgeführten tierärztlichen Untersuchungen (Mikroskopie, Hautabstrich/Geschabsel) zeigten keine signifikanten Auffälligkeiten. Das aktuelle Blutbild wies allergische Reaktionen auf Gräser, Milben, Schimmelpilze und Hausstaub auf. Eine Futtermittelunverträglichkeit wurde ebenso vermutet, weshalb auf ein tierärztlich empfohlenes Diätfutter umgestellt wurde. Zusammen mit einer durch die Besitzerin durchgeführten Darmbehandlung gab es einen kleinen Teilerfolg: Bauch und Hals sahen besser aus. Aber zufriedenstellend war der Zustand noch nicht. Als nächster Verdacht seitens Chikas Besitzerin stand Sebadenitis (entzündliche Hauterkrankung) im Raum. Jedoch brachte auch diese Behandlung (Bäder, Ölbehandlung, Hautpflege) nicht die gewünschte Besserung. Schließlich erzählte mir die Besitzerin, dass sie in einem ehemaligen Bergbaugebiet wohnen und sie mit ihrer Hündin immer dort spazieren gehe. Bei den ausgiebigen Runden trinke Chika regelmäßig aus dem einen oder anderen Regenteich. Das ließ mich aufhorchen.

Kotdiagnostik

Da die letzte Entwurmung bereits 12 Monate zurücklag, empfahl ich der Besitzerin ein Kot-Screen, um einen Parasitenbefall und eine Darmdysbiose auszuschließen. Laut Laborbefund lag zwar kein Parasitenbefall vor, jedoch deutlich erhöhte Zonulinwerte (479 ng/ ml; Zonulin ist ein Protein, das die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut reguliert), die eine Schädigung der Darmbarriere anzeigten. Die physiologische Darmflora war stark vermindert, sodass hier mithilfe einer mikrobiellen Therapie Abhilfe geschafft werden musste.

Fellmineralien-Screen

Auf Wunsch der Besitzerin, der erhaltenen Informationen und meiner Vermutung einer Schwermetallvergiftung wurde zusätzlich ein Fellmineralien-Screen durchgeführt. Das Ergebnis war erschreckend und eindeutig:

Extrem überhöhte Werte an Schwermetallen

• Silber
• Chrom
• Samarium

•Blei
• Uran (radioaktiv)
• Wolfram

Weitere hohe Werte
• Caesium, Tellur

Nach diesem Befund war klar, dass Chika mehrere Baustellen hatte.

Ernährungsdiagnostik
mit PetCalc®Als zusätzlichen Baustein der Therapie erstellte ich mithilfe des Rationsberechnungsprogramms „PetCalc“® (www.petcalc.de) einen maßgeschneiderten, neuen Rationsplan für Chika, der sich aus qualitativ hochwertigen Reinfleischdosen, frischem Obst und Gemüse, Milchprodukten und diversen Ergänzungsfuttermitteln (jeweils nach benötigter Menge berechnet) zusammensetzte.

Therapieplan und Verlauf

Schritt 1
Chika erhielt zur Ausleitung der Schwermetalle für 12 Wochen einen Toxinbinder mit dem Futter verabreicht.

Schritt 2
Parallel empfahl ich ein homöopathisches Präparat zur Unterstützung und Entgiftung der Leber.

Schritt 3
Ab Therapiewoche 2 bekam Chika L-Glutamin zur Stärkung der Darmbarriere und zum Schutz vor weiteren Entgleisungen.

Schritt 4
Ab Therapiewoche 3 wurde ein Probiotikum für den Darm gefüttert und sorgte für die Ansiedlung der physiologischen Darmflora.

Schritt 5
Mit dem erstellten Rationsplan inkl. der notwendigen Fütterungsanpassungen erhielt Chika zusätzlich alle bisher unzureichend gedeckten Nährstoffe, Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Fettsäuren. Die komplette Ration wurde in die richtige Balance gebracht. Zu guter Letzt bat ich die Besitzerin, sich in 3 Monaten bei mir zu melden und mir Rückmeldung zu geben, wie es Chika geht. Die Freude war groß, denn die Hündin war nach diesem Zeitraum nicht mehr wiederzuerkennen: Ihr Fell war dicht, kräftig und glänzend, sie war fröhlich, aktiv und hatte einen gesunden Appetit. Die Besitzerin war überglücklich!

BUCH TIPP

ERNÄHRUNGS-BERATER FÜR HUNDE

Das richtige Futter individuell abgestimmt

Oertel & Spörer

MIRJAM VIEHWEGER
Tierheilpraktikerin

Tierernährungsberatung, Mikrobielle Therapie, Mykotherapie, Dozentin und Autorin

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