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News & Wissenswertes

zusammengestellt von THP Monika Heike Schmalstieg

HAFTPFLICHTVERSICHERUNG
FÜR DEN HUND

In folgenden Bundesländern ist eine Hunde-Halterhaftpflichtversicherung vorgeschrieben: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
In weiteren acht Bundesländern – Berlin, Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg – ist diese Versicherung rasseabhängig, in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern wird sie lediglich empfohlen.
Ohne Haftpflichtversicherung kann ein vom Hund verursachter Schaden teuer werden, z.B. wenn der nicht angeleinte Hund über die Straße läuft und es zu Personen- und/oder Sachschäden kommt. Daher empfehlen wir allen Hundehaltern, eine Haftpflichtversicherung für ihren Hund abzuschließen, unabhängig von Größe und Rasse. Bei manchen Berufs-Haftpflichtversicherungen für Tierheilpraktiker und Tierphysiotherapeuten ist die Möglichkeit einer Erweiterung auf die Tierhaltung miteingeschlossen.


GPS-TRACKER
FÜR TIERE

GPS-Tracker sind eine praktische Erfindung, um verlorene oder gestohlene Gegenstände schnell wiederzufinden. Auch in der Tierhaltung haben sie sich etabliert, da dadurch ausgebüchste Tiere geortet werden können. Zusätzlich wird die vom Tier gelaufene Route via GPS gespeichert, sodass sich auch die Gassirunden mit den Dogwalkern kontrollieren lassen. Zum Thema DOGWALKING – HUNDEBETREUUNG bieten die Paracelsus Schulen auch Seminare an.


DEBARKING
WAS IST DAS?

Debarking kommt vom Englischen „bark“ (bellen) und bedeutet im Deutschen „Entbellen“. Gekoppelt ist dieser Begriff mit einem operativen Eingriff, der bei stark bellenden Hunden vorgenommen wird und eine teilweise oder vollständige Durchtrennung der Stimmbänder bedeutet. In Deutschland und den meisten EU-Ländern ist dieser Eingriff verboten. Anders in den USA, dort ist diese „Hunderuhigstellung“ nur in wenigen Bundesstaaten wie Massachusetts verboten. Bellen ist eine natürliche Ausdrucksart des Hundes, und übermäßiges Bellen kann mit Hilfe eines erfahrenen Psychologischen Beraters, Tierheilpraktikers oder Hundetrainers gut in den Griff bekommen werden. Für solche und vergleichbare Fragestellungen ist eine Weiterbildung zum Psychologischen Berater sehr zu empfehlen, da das Problem meist nicht beim Hund allein zu suchen ist, sondern in der Hund-Besitzer-Konstellation.


ARBEITSSCHUTZ
IST IMMER WIEDER RELEVANT

Arbeitsschutz ist allgegenwärtig, denn das Thema beginnt bereits bei der Wahl der richtigen Schuhe. Gerade jetzt, da der Frühling begonnen hat und der Sommer naht, würde man lieber mit offenen Schuhen arbeiten, als Stiefel mit Metallverstärkung anzuziehen. Doch gerade bei der Arbeit am Pferd sind die richtigen Schuhe ein wichtiges Thema, denn die BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege) schreibt Sicherheitsschuhe für Behandlungen am Pferd aus Sicherheitsgründen vor. Bei einem Körpergewicht von 800 kg (Pferd) sind Trittverletzungen mit schweren Verletzungen verbunden, Wem schon mal beim Tanzen auf den Fuß getreten wurde, der kann sich den Schmerz mit 100-facher Verstärkung in etwa vorstellen. Sicherheitsschuhe sind aber nicht nur bei der Arbeit am Pferd, sondern auch an Großtieren wie Rind, Ziege, Kamel etc. Pflicht. Dies gilt auch für die Praktika im Rahmen der Tierheilpraktiker-Ausbildung.


SCHUTZ VOR TIERSEUCHEN
WAS LANDWIRTE TUN KÖNNEN

Falls Sie als Tierheilpraktiker auch landwirtschaftiche Betriebe betreuen, ist es empfehlenswert, sich beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Beratungsbroschüre für Landwirte und Tierhalter als PDF downzuloaden und an die Landwirte weiterzugeben.


DER EICHENPROZESSIONSSPINNER
EINE GEFAHR NICHT NUR FÜR BÄUME

Die Raupen, die sich ausschließlich von Eichenblättern ernähren, sind bereits im deutschen Flachland verbreitet. Am schnellsten vermehren sie sich in lichten Eichenwäldern, befallen aber – wegen der erhöhten Popularität – auch geschlossene Waldgebiete. Daher sollte beim Ausritt darauf geachtet werden, dass die Pferde beim Fressen keine Raupen aufnehmen, denn bereits das Einatmen ihrer Brennhaare bzw. die Kontaminierung des Mauls mit den Brennhaaren können Schwellungen sowie Entzündungen hervorrufen. Hat ein Kontakt des Pferdes mit dem Insekt stattgefunden, sollte sofort ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden. Symptomatisch zeigen sich ein starkes Jucken, Quaddeln, Pusteln und Rötungen.
Wurde ein Befall der Weide, von Paddock oder Stall festgestellt, sollte die Fläche weiträumig abgezäunt werden, sodass weder Menschen noch Tiere mit den Raupen in Berührung kommen.
Die Brennhaare sind so gefährlich, weil sie sich mit kleinen Widerhaken an Haut, Kleidung oder Fell/Haare festheften. Sie enthalten das Gift Thaumetopoein, das starke Reizungen hervorruft. Die Brennhaare können auch durch Wind fortgetragen werden. Das Gift bleibt mehrere Jahre wirksam.
Wer das Nest eines Eichenprozessionsspinners entdeckt, der sollte den Fundort unbedingt dokumentieren und dem nächsten Forstamt melden. Auf keinen Fall das Nest selbst entfernen, da eine Kontaminierung sehr gefährlich sein kann.
Besteht der Verdacht eines Kontaktes, sollte man sich und/oder sein Tier sofort mit kaltem Wasser abduschen und die gesamte Ausrüstung mit Gummihandschuhen reinigen.
Die Hochphase der Raupen ist von Anfang Mai bis Ende Juni. Die Brennhaare bilden sich vom 3. bis zum 6. Larvenstadium. Bis sich die Insekten in Puppen verwandeln, stoßen sie immer wieder Brennhaare ab, die eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen.
Leider können sich auch Nester dieser Raupen in Heuballen festsetzen und schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Beim Waldausritt ist also große Vorsicht geboten.